17.07. – 30.07. in Dänemark
Mit einer relativ kleinen Gruppe von insgesamt 16 Personen ging es ins Stammeslager nach Dänemark. Unsere dänische Partnergruppe, die Sondermark-Gruppe aus Kopenhagen, hatte uns zum Spejdernes Lejr und danach in ihre „Hütte“ in Kopenhagen eingeladen.
Das Spejdernes Lejr ist ein nationales Jamboree, also ein Treffen der dänischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder, mit internationalen Gästen. Insgesamt kamen rund 30.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus 32 Nationen zusammen.
Das Lager begann mit einer langen Anreise für unser Aufbauteam, mit dem Materialbus, am Freitag und für den Rest Samstag mit Bahn und Bus. An der offiziellen Endstation der Shuttle-Busse hieß es erst einmal, den Weg zum richtigen Subcamp, und dann zum Lagerplatz finden. Dies bedeutete rund 3 km Fußweg, natürlich mit Gepäck, an unzähligen Zeltlagern, Toilettenanlagen und Wasserstellen entlang. Gott sei Dank war das Aufbau-Team sehr fleißig, so dass die Zelte schon standen und es kurze Zeit später, nach fast 16 Stunden Anreise, ein warmes Abendessen gab.
Sonntag startete direkt um 9 Uhr das offizielle Programm. Im Vorfeld konnten sich alle Teilnehmenden aus über 300 Aktivitäten zehn „Favoriten“ auswählen. Es gab Aktivitäten für unterschiedliche Altersgruppen, handwerkliche Sachen, Sportangebote, Hikes, zukunftsorientierte Themen und vieles mehr. Aus dieser Vorauswahl wurden 5 fest gebucht. Danach konnte man sich aber immer noch anders entscheiden, Aktivitäten umbuchen oder neu dazu buchen. Alternativ gab es auch genügend freie Aktivitäten, an denen man spontan teilnehmen konnte. Leider bedeutete diese Vielfalt an Aktivitäten auch, dass jeden Morgen um 7 Uhr Wecken war, damit bis zum Programmstart um 9 Uhr alle fertig waren, gefrühstückt hatten und der Abwasch erledigt war. Wir konnten sogar von einem ganz besonderen Weckdienst profitieren. In unserer unmittelbaren Nähe hatten schottische Pfadfinderinnen und Pfadfinder ihr Lager. Diese wurden jeden Morgen vom Dudelsack geweckt – und das hörte man bis zu uns.
Highlights der offiziellen Aktivitäten waren für die Juffis sicher der „Friendship Award“, für die verschiedene Stationen bewältigt werden mussten und der „Internationale Tag“, für die Pfadis und Rover die Hike, für die Ü18 der „Barista-Workshop“ und für alle das „Mega-Event“, die abendliche Disko.
Darüber hinaus gab es aber auch viele individuelle Aktivitäten: angefangen vom Tausch von Halstüchern und Aufnähern mit Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus Dänemark, Schottland, Hongkong und anderen, das Entdecken von Lagerbauten (Lagertor, Schaukel, Karussell), oder auch das Einkaufen auf dem „Spejdertorvet“, dem Marktplatz. Dort gab es nicht nur einen Supermarkt, der vor allem mit Süßigkeiten sehr gut ausgestattet war, sondern auch eine Bäckerei, zwei Ausrüster für Pfadfinderbedarf und sogar einen Baumarkt – alles untergebracht in riesigen Festzelten.
Zudem wurden einige neue Freundschaften mit unserer dänischen Partnergruppe geschlossen. So kam es, dass es abends ein Lagerfeuer für die Leitenden gab und auf dem anderen Lagerplatz die Kinder und Jugendlichen ihr eigenes Feuer unterhielten.
Nach dem offiziellen Ende des Spejdernes Lejr ging es am Sonntag, 26.07., weiter nach Kopenhagen, genauer gesagt, zur Hütte der Sondermark-Gruppe inj Frederiksberg, in unmittelbarer Nähe zum Zoo und nicht weit weg von der Elefantenporten.
Erst einmal waren wir alle von der „Hütte“ überwältigt, die aus einem Architektenwettbewerb entstanden ist und sehr besonders ist. Danach waren alle froh, etwas Ruhe zu haben, bevor beim Ausladen des Materials der Dänen geholfen wurde.
Aber Kopenhagen ist eine tolle Stadt, mit vielen Sachen, die es zu entdecken gibt. Deshalb ging es Montag direkt zu Fuß los quer durch die Innenstadt, gefolgt von einer Hafenrundfahrt, um möglichst viel von Kopenhagen zu sehen. Dienstag gab es Zeit zur freien Verfügung, die unterschiedlich genutzt wurden. Mittwoch folgte als Abschluss ein Besuch im Tivoli, dem Freizeitpark mitten in Kopenhagen. Für uns war es sehr ungewohnt, dass nicht alle Fahrgeschäfte zur gleichen Zeit geöffnet hatten, sondern dass die wirklich rasanten Sachen erst am Nachmittag öffneten.
An den Abenden bekamen wir immer Besuch von unseren dänischen Freunden.
Donnerstag hieß es wieder früh aufstehen, um rechtzeitig am Hauptbahnhof den Zug Richtung Deutschland zu erreichen.




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